5. Oktober 2013

Session #7 – Mundart

Am Wochenende eröffnete das Kunsthaus Interlaken Sound System (kurz K.I.S.S.) die Chamäleon-Sessions 2013/2014. Bis im Mai nächsten Jahres werden auf der Kunstbühne an jedem ersten Samstag des Monats zwei junge Bands auftreten, bevor ein DJ die Aftershowparty eröffnet. Den Auftakt machten am Samstagabend die einheimische Band Seelenwanderer vor den Nepthuns, die – wie der Name verrät – aus Thun stammen. Mit DJ Color C2 holten die Macher der Chamäleon-Session Daniel Schärz, einen viel gereisten Böniger, an die Plattenteller.

Die vier Bandkollegen von «Seelewanderer», Bassist Adrian Jakob, Sänger Pascal Stalder, Backing Vocalist Annick Jeanneret und Schlagzeuger Marcel Beuggert, erhielten für ihren Auftritt im Kunsthaus Unterstützung aus dem künstlerischen Freundeskreis. Stefan Bernhard an der Trompete, Xander Zollinger am Saxophon und Julia Zeilstra als zusätzliche Backing Vocalist ergänzten die klangstarken Musiker, sodass die Darbietung um einige Facetten erweitert wurde. Der Name – «Seelewanderer» – steht für die Begeisterung, andere Menschen mit Musik zu Bewegen, sagen die Bandmitglieder. Die Menschen für einige Momente packen zu können, ohne Einengungen der Aussenwelt, der Seele freien Lauf lassen können, das ist das Ziel der ambitiösen Nachwuchsband. Mit mal melancholischen, mal euphorischen Stücken boten sie dem vorwiegend jungen Publikum passend zum Bandnamen auf eine verspielte, lockere Art Einsichten in die Höhen und Tiefen eines Seelenlebens. Ihre Musik, beeinflusst durch Jazz, Funk und Blues, löste Emotionen aus, sowohl bei der Audienz wie auch auf der Bühne.

Bei den Chamäleon-Sessions geht es nicht nur darum, jungen Künstlern eine Plattform zu bieten, sondern auch darum, musikalisch möglichst unterschiedlichen Richtungen Raum zu geben. Mit den Nepthuns holten die Organisatoren eine bühnenerfahrene Band an Bord, die mit Garage-Mundartrock und witzigen Texten eine gute Ergänzung zu den Seelenwanderern bot. Mit Bob Marleys «Could You Be Loved» ging die Chamäleon-Session schliesslich über zum Networking- und Party-Teil. DJ Color C2, bürgerlich Daniel Schärz, bewegte die Leute erst mit Klassikern aus allen Sparten auf die Tanzfläche, bevor er den Schritt wagte und unbekannte Songs daruntermischte. Das Spiel mit Sound und Spannung bildete den Abschluss eines gelungenen Auftakts der Chamäleon-Sessions.

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